Wir mussten ja schon einiges mitmachen auf dem Weg von Sydney die Ostküste hoch. Wir haben Dörfer gesehen, von denen wir dachten, es ginge kaum kleiner. Wir sind auf Straßen gefahren, auf denen wir dachten: “Wo zum Teufel sind wir?”. Und wir haben die Natur von einer Seite kennengelernt, von der wir auf der einen Seite beeindruckt fanden, von der wir aber auf der anderen Seite auch verwirrt waren, da an solch entlegenen Orten überhaupt Menschen leben. Aber das war alles Kinderkram!
Denn jetzt sind wir im Outback. Völlig mutterseelenallein, fernab von jeglicher Zivilisation und auf unendlich vorkommenden Straßen, die uns in Dörfer, ach sagen wir Dörfchen führen, wo wir Glück haben, wenn wir beispielsweise Eier im Supermarkt finden. Es ist ech krass. Selbst die Straßen selber sind unasphaltiert, verschiedenste Tiere laufen blindslings auf die Straßen (z.B. Kühe oder Wallaby-Känguruhs, aber zum tragischen Teil später) und wir fahren, fahren und nochmal fahren, ohne Halt, ohne genügend Nahrungsvorrat, ohne Ziel. Na ja, ein Ziel haben wir eigentlich schon: Es heißt ‘Darwin’ und ist größte Stadt im ‘Northern Territory’. Dort wollen wir dann erstmal ein paar Tage ausruhen und den wohl besten, bzw. beliebtesten Nationalpark Australiens in dortiger Nähe besuchen (500 km entfernt, aber das ist ja hier in Australien nichts). Jedenfalls sind wir in den letzten zwei Tagen an die 1.000 km gefahren, aber zum Glück auch schon ein Stück vorangekommen.
Warum wir übrigens keine bzw. kaum Nahrungsmittel haben, hat den einfachen Grund, dass wir in Cairns einfach mal völlig vergessen haben, einen Großeinkauf zu machen. Na ja, vergessen aus dem Grund, da der ‘Super-Cheap-Pizza-Thursday’ war und wir eigentlich nur vor Augen hatten, dass wir ja am Abend eine dicke Pizza genießen können. Daraus ist jedenfalls auch nichts geworden, weil wir in den durchreisten Kaffs nicht mal ein Geldautomat, geschweige denn ein vernünftigen Pizzaladen gefunden haben. Und so sind wir mit einer Packung Nudeln und einer Packung Toast aufgebrochen. Das letzte Geld haben wir dann zum Tanken ausgegeben und uns Abends dann von lecker Toast mit Gratisproben Erdnussbutter und Marmelade ernährt.
Zum Glück haben wir dann heute einen geeigneten Geldautomaten gefunden (wir müssen halt bei der Partnerbank der Deutschen Bank, der Westpac abheben) und haben erstmal genügend für die nächste Zeit und die nächsten Tankfüllaktionen abgehoben (letztere können sich bis zu zweimal am Tag mit jeweils 50 Dollar abspielen). Wer weiß, wann die nächste Gelegenheit naht. Sonst waren uns die allgemeinen Grundnahrungsmittel im lokalen Supermarkt viieeel zu teuer, weswegen wir uns erneut auf eine Packung Toast beschränkt haben und hoffen, dass wir die Tage mal endlich gut und günstig einkaufen können.
Jetzt hätte ich doch glatt vergessen, dass wir heute Morgen um Viertel nach 9 Uhr mit gezogener Waffe von der Polizei geweckt wurden, was uns einen höllischen Schreck einjagte. Zwar hat sich das ganze ohne Waffe abgespielt (ich übertreibe gerne für’s Erste), aber trotzdem war es eine ganz schöne Überraschung, als plötzlich ein Polizist halb im Auto hing (wir schlafen immer mit sperrangelweit offener Tür, weil es sonst viel zu warm ist) und uns, noch viel zu verschlafen zum anständigen Artikulieren, darauf aufmerksam gemacht hat, dass wir doch bitte nicht im Vorgarten fremder Leute campen sollen, was wir am Vorabend irgendwie nicht so ganz mitbekommen hatten. Aber wenigstens hat er’s bei einer Verwarnung verlassen, obwohl er ein typisch unfreundlicher Kleinstadtpolizist war, wie er im Bilderbuche stehen könnte.
Jetzt noch zum sehr traurigen, ach was sag ich, zum unglaublich tragischen Teil der Geschichte. Wie bereits oben geschildert, kann es auf dem Highway vorkommen, dass freilebende Tiere völlig unerwartet und unausweichlich auf die Straße springen. Wir mussten diese Schicksal leider heute erfahren, nachdem Stunden zuvor Jay schon eine dunkle Vorahnung hatte. Wie soll ich es möglichst schonen ausdrücken? Buff!? Eher nicht. Jedenfalls haben wir ein Wallaby-Känguruh mitgenommen. Aber nicht als Anhalter, sondern als nun totes Tier am Straßenrand. Wir waren von diesem Vorfall sehr betroffen, haben es Murphy genannt und trauern immer noch. Wäre dies handschriftlich, könntet ihr gefallene Tränen auf Papier erkennen. Aber wir waren machtlos, konnten einfach nicht ausweichen, da uns just in diesem Moment (und dieser kam nur alle halbe Stunde) ein Auto entgegen kam und wir sowieso total perplex waren, obwohl wir sonst auch nur wirklich schwer hätten ausweichen können… Dann Murphy ist ohne Vorwarnung und ohne Links-Rechts-Gucken (wie es ihm seine Mutter doch hunderte Mal eindringlich eingetrichtert hat) über die Straße gehüpft, und dann… Buff!
Tut uns sehr leid, Murphy. R.I.P. & wir denken an dich.
… und verdammt sei ‘Murphy’s Law’!
Die Fahrlässigen


oh oh nicht gut nicht gut !!
aber da könnt ihr nichts für ihr
habt ja schon am anfang von
vielen kängeruhleichen um
es hart aus zu drücken
geschrieben die eindach so am
strassenrand liegen !!
Kommentar von Tim — 20. November 2008 @ 05:08
Jo JO Boyzzz
jetzt muss ich ja auch mal
nen Kommentar los werden
” Rest in peace Murphy “
Kommentar von Alki — 20. November 2008 @ 19:11
hi boyz
na alles fresh bei euch? ich hab jetzt endlich internet in meiner wohnung. sorry das ich so wenig geposted hab aber mit dem internet unten bei meinem vater war immer voll stressig. naja, was wollte ich eigentlich schreiben, ach ja, THE ROOTS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!wir waren gestern beim konzert, und ohne dich jetzt neidisch machen zu wollen mike, die sind die geilste live band die ich kenne. das konzert war wirklich um welten besser als alles was ich bis jetzt gehört habe. nala, vielleicht sind die ja nochmal in der nähe wenn ihr wieder da seid, oder die kommen vielleicht nach australien. dann solltest du da auf jeden fall hin!
grüße!
Kommentar von tobi — 20. November 2008 @ 20:11
Ja Jungs The Roots!!! übel der TubaTyp ist so abgegangen und ich hätte nie gedacht das ?love so übertrieben fett ist!!!
Kommentar von Timm — 21. November 2008 @ 17:35
ihr hunde, ihr! warum habt ihr nicht angerufen? Ich wäre direkt rübergeflogen.. vielleicht!
Aber korrekt.. hab ja immer gesagt, dass Black Thought einer der besten Live-MC’s ist und Questlove einfach Drummer #1.
Hoffentlich schauen die beim naechsten Splash nochmal vorbei.
Kommentar von Mike — 22. November 2008 @ 13:51
” Rest in peace Murphy “
Hoffentlich schämt ihr euch!
Kommentar von Timm — 22. November 2008 @ 21:01